Marokko – Städtetrip nach Marrakesch und Essaouira

Marokko

Das Fernweh und die Sehnsucht nach den ersten warmen Sonnenstrahlen hat mich wieder einmal gepackt. Während es hier im März noch recht grau war, habe ich mir eine liebe Freundin geschnappt und wir sind Richtung Süden geflogen: Marokko, genauer gesagt Marrakesch und Essaouira standen auf dem Plan!

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Marokko – schon viel zu lange nicht mehr hier gewesen

Marrakesch: Ein Rausch für die Sinne

Unser Abenteuer startete in der „Roten Stadt“. Wenn man die Medina durch eines der massiven Stadttore betritt, ist das wie ein Sprung in eine andere Welt. Wir haben in einem wunderschönen Riad gewohnt – diese traditionellen Häuser sind von außen unscheinbar, aber innen öffnen sie sich zu einem paradiesischen Innenhof mit plätschernden Brunnen, unzähligen Mosaiksteinchen und duftenden Orangenbäumen.

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Riads in Marokko – von außen unscheinbar, innen ein Traum aus 1001 Nacht

Nach dem Auspacken führte uns der erste Weg zum Djemaa el Fna, dem Gauklerplatz, der seit 1985 zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Gaukler, Jongleure, Schlangenbeschwörer und Märchenerzähler ringen den ganzen Tag um die Aufmerksamkeit der Touristen und pünktlich zum Sonnenuntergang verwandelt sich der Platz in eine riesige Freiluft-Küche.Am Tag drauf stand Kultur auf dem Terminplan.

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Wasserverkäufer am berühmten Djemaa el Fna, dem Gauklerplatz
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Djemaa el Fna – die Show gehört dazu.

Der Bahia-Palast in Marrakesch

Der Bahia-Palast ist ein Meisterwerk marokkanischer Architektur mit unfassbar detailliert geschnitzten Zedernholz-Decken und blau-gelben Mosaiken. Eine unglaubliche Ruhe inmitten des Trubels! Leider aber auch eine Großbaustelle, da gerade viel saniert wird.

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Bahia Palast in Marrakesch – ein architektonisches Meisterwerk

Jardin Majorelle & das Yves Saint Laurent Museum

Ein echter Traum waren der Jardin Majorelle & das Yves Saint Laurent Museum. Dieses leuchtende „Majorelle-Blau“ im Kontrast zu den riesigen Kakteen ist fast surreal, eine unfassbar schöne Oase in Marraskesch. Ein Muss für jeden, der Ästhetik, Farben und Gärten liebt.

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Jardin Majorelle – eine Oase der Ruhe inmitten der lebhaften Stadt

Direkt nebenan geht’s dann ins Museum des Modeschöpfers – ein Muss für einen Mädelsurlaub. Traumhafte Roben, ein Indoor-Kino (hier wird das Leben des Modezaren und seinen Musen gezeigt) und natürlich die ganz besondere Architektur. Leider aber Foto-Verbot!

Tipp: (Kombi-)Tickets unbedingt rechtzeitig buchen!

Über den Hohen Atlas an die Küste nach Essaouira

Der Weg von Marrakesch nach Essaouira ist ein Erlebnis für sich. Während wir die Landschaft durchquerten, hatten wir immer wieder diesen majestätischen Blick auf die schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas – ein faszinierender Kontrast zur eher kargen Umgebung.Unterwegs haben wir noch eine Arganöl-Kooperative besucht.

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Arganöl – das Gold Marokkos verschafft Frauen in Kooperativen ein kleines Einkommen.

Es war beeindruckend zu sehen, wie die Frauen dort in mühevoller Handarbeit das kostbare Öl gewinnen. Solche Projekte sind so wichtig, weil sie den Frauen vor Ort ein eigenes Einkommen und damit soziale Sicherheit und ein kleines Stück Unabhängigkeit bieten.

Essaouira – die Stadt des Windes

Essaouira ist ganz anders als Marrakesch – windig, rau und unglaublich entspannt. Diese Stadt war früher das Mekka der Hippie-Bewegung. Legenden wie Jimi Hendrix, die Rolling Stones und David Bowie sind hier durch die Gassen geschlendert, um den Geist der Freiheit zu atmen und ganz ehrlich: Davon profitiert die Stadt heute noch. Das Jimi Hendrix Cafe bleibt eine Pilgerstädte, auch wenn es eigentlich nur eine liebenswerte Bruchbude ist.

Jimi Hendrix – Mehr Mythos als Realität, aber egal…

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Pilgerstätte für Jimi Hendrix-Fans in Essaouira

Es hält sich hartnäckig der Mythos, dass Jimi Hendrix während seines Aufenthalts in Marokko im Jahr 1969 den Song „Castles Made of Sand“ geschrieben hat.Allerdings muss ich hier kurz die „Spielverderberin“ spielen: Das ist eine charmante Legende, aber faktisch nicht ganz richtig. Der Song wurde bereits 1967 auf dem Album Axis: Bold as Love veröffentlicht – also zwei Jahre bevor Hendrix überhaupt marokkanischen Boden betrat.Auch die Geschichte, dass die Ruinen des „Dar Sultan“ (das versunkene Schloss am Strand) ihn zu dem Lied inspirierten, ist eher eine schöne Marketing-Story der Einheimischen. Hendrix genoss dort vermutlich einfach nur seinen Urlaub, weit weg vom Trubel!

Meine Highlights in Essaouira

Scala de la Ville

Die alte Festungsmauer mit Blick auf die tosenden Wellen lädt zu einem wunderbaren Spaziergang ein, ab und an trifft man auf Strassenmusiker und kann die Seele mit Blick auf das Meer schön baumeln lassen.

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Essaouira – die Medina ist von einer alten Stadtmauer umgeben

Fischmarkt am Hafen 

Unbedingt besuchen sollte man den täglichen Fischmarkt: Wir haben uns am Hafen fangfrischen Fisch ausgesucht und ihn in einem kleinen Lokal am Strand direkt über Holzkohle zubereiten lassen. Füße im Sand, Meeresbrise im Gesicht – einfach herrlich!

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Catch of the day – die Qual der Wahl.
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Den frischen Fisch vom Markt lassen wir uns an den Buden im Hafen zubereiten.

Ein kurzer Gedanke an das Wetter zuhause – Schneeschaufeln sieht in Marrokko so aus:

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Damit der Fisch auch frisch bleibt, wird „Schnee geschippt“

Das krönende Finale: Mit dem Heißluftballon über den Wolken

Wieder zurück in Marrakesch hatten wir noch ein ganz besonderes Highlight geplant, bevor es zurück nach Deutschland ging: Eine Heißluftballonfahrt zum Sonnenaufgang!

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Morgens um 5 Uhr wird der Ballon aufgeheizt.
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Was für ein grandioses Finale unseres Freundinnen-Urlaubs – wir schweben der aufgehenden Sonne entgegen.

Es war wie ein Traum, lautlos über die weite Landschaft zu schweben, während der Himmel in den glühendsten Farben leuchtete. Eine 100 %-Empfehlung! Zum Abschluss dann noch eine Runde Souvenirshopping in den Souks, ein letztes Abendessen in der Medina bevor wir dankbar für diese tolle Zeit den Rückflug antraten.

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Wir haben uns eine ganz Woche beherrscht, aber am letzten Tag sind wir dem Angebot doch erlegen.

Tipp für die Planung: Damit wir uns im Gassen-Labyrinth nicht verlaufen (haben wir natürlich dennoch) und die besten Hotspots finden konnten, hatten wir den Reiseführer und die Landkarte von Reise Know-How dabei. Restaurantempfehlungen, Tipps und Adressen haben uns sehr weitergeholfen und viele Ideen im Vorfeld geliefert.

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Die Reiseführer von Reise KnowHow waren auch in diesem Urlaub eine tolle Unterstützung.

Ein Herz für Tiere in Marrakesch und Essauira – definitiv JA

Ihr wisst ja, dass ich (nicht nur) auf Reisen ein besonders kritisches Auge auf unsere vierbeinigen Freunde werfe. Ich war auf einiges gefasst, aber dann total positiv überrascht!Egal ob es die vielen Katzen in der Medina waren oder die Pferde und Kamele für die Touristen: Der Gesundheitszustand der Tiere war unglaublich. Auf Nachfrage erklärte man mir, dass sich verschiedene Tierschutzorganisationen (teils auch aus England) seit Jahren intensiv vor Ort engagieren. Sie bieten medizinische Versorgung sowie Kastrationen an und leisten Aufklärungsarbeit und das mit Erfolg. Toll!

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Der Tierschutz zeigt Wirkung – ich habe das vor Jahren noch anders erlebt.

Auch für zwei alleinreisende Frauen ist Marokko völlig unbedenklich, da die entspannte und gastfreundliche Atmosphäre sowie die Hilfsbereitschaft der Einheimischen für ein rundum sicheres und willkommenes Gefühl sorgen. Genießt einfach den besonderen Vibe von Marrakesch und Essaouira – ihr werdet mit offenen Armen empfangen!

Alles Liebe

Susanne

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Fladen – frisch gebacken, mitten in der Medina
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Gerberei der Berbervölker in der Medina von Marrakesch.
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Die Gassen in der Medina sind für Autos meist zu eng, deshalb warten die Herren mit den Schubkarren auf Kundschaft.
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„Offiziell“ als erfahrene Heißluftballon-Fahrer zertifiziert.
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Unser zweiter Riad in Marrakesch – unglaublich schön.