Yorkshire Terrier – der Kleinste unter den Terriern

Yorkshire Terrier –
Vom Rattenfänger zum Luxushündchen

Yorkshire Terrier
Der Yorkshire Terrier ist un bleibt ein echter Terrier, auch wenn er die Mini-Ausgabe dessen ist.
HerkunftGroßbritannien
Größe20 – 24 cm, Gewicht: bis 3,2 kg
FarbenDunkles Stahlblau vom Nacken bis zur Rutenspitze, leuchtendes Tan (=Gold) am Kopf, den Beinen und an der Brust
FCI-Nummer86
GesundheitKnochenprobleme, Patellaluxation, Augen- und Zahnleiden, Bronchitis, Allergien
BesonderheitenDer Kleinste unter den Terriern

Charakter eines Yorkshire Terrier

Durch sein seidiges, oft bodenlanges Fell wird der Yorkshire Terrier oft verkannt und als liebes Schoßhündchen gehalten. Aber er ist und bleibt ein Terrier mit Mut, Temperament und eigenem Willen.
So verspielt der süße Yorkie auch ist – wenn er kann, kommt sein Erbgut zum Tragen und er jagt begeistert Kaninchen, Ratten und Mäuse.

Aufgrund seiner Größe oder sagen wir besser Kleinheit, ist er optimal in einer Stadtwohnung zu halten, dennoch solltest du ihm genügend Auslauf und Beschäftigung ermöglichen. Auch der kleinste Vertreter der Terrier will gefordert werden, ist lernfähig und auch lernwillig. Denn wenn ihm langweilig ist, fällt dem kleinen Temperamentsbündel gerne allerhand Blödsinn ein.

Diese kleine, vergnügte und humorvolle Persönlichkeit auf vier Pfoten hat zudem einen ausgeprägten Dickschädel und verlangt seinen Besitzern Geduld und eine konsequente Erziehung ab.

Der Yorkie ist ein toller kleiner Begleiter mit viel Terrierblut. Sprich, er ist viel selbstbewusster als er es sich eigentlich leisten könnte. Zugleich ist er ein charmanter Schmuser und idealer Familienhund.

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Wieviel Bewegung braucht ein Yorkshire Terrier?

Ein Yorkie ist kein „Handtaschen-Hund“, der kleinste Vertreter der Terrier kann zwar auch sehr gut in kleineren Wohnungen gehalten werden, aber das robuste Persönchen braucht seinen täglichen Spaziergang und freut sich, genau wie sein etwas größerer Bruder, der West Highland Terrier, über die Möglichkeit zum Hundesport: Für Miniklassen-Agility, Flyball und/oder andere Apportierspiele kann sich das kleine Energiebündel begeistern und dankt es mit einem ruhigen und ausgeglichenen Wesen.

Yorkshire Terrier
Ein Yorkshire Terrier braucht wie seine großen Brüder genügend Bewegung und Auslauf, um glücklich und zufrieden zu sein.

Geschichte und Herkunft der Yorkies

In der englischen Grafschaft Yorkshire kreuzten im 19. Jahrhundert die Weber aus den Textilfabriken kleine schottische Terrier mit Maltesern – das Ergebnis war ein mutiger kleiner Hund, der hervorragend für die Mäuse- und Rattenjagd geeignet war. Den armen Leuten war es zudem verboten, große Hunde zu halten, man hatte Angst, dass diese zum Wildern abgerichtet werden könnten.

Bereits im Jahre 1886 wurde der Yorkshire Terrier als eigene Rasse anerkannt und verwandelte sich schnell in ein ausgesprochenes Luxushündchen, welches leider oft eher fragwürdig ausgestattet ist und mit dem kleinen umtriebigen Rattenfänger, der er im Inneren seines Herzens geblieben ist, nicht mehr viel gemeinsam hat.

Aussehen eines Yorkshire Terriers

Der Yorkie ist der Kleinste unter den Terriern und möchte dennoch als solcher ernst genommen werden. Seine Größe und sein Gewicht sind vom Standard nicht exakt festgelegt, allerdings ist vom VDH als Zuchtstandard ein Mindestgewicht von 2,4 kg vorgeschrieben, da es immer wieder Bestrebungen gibt, den Mini-Terrier noch weiter zu verkleinern, was auf Kosten seiner Gesundheit geht und nun endlich als Qualzucht gilt.

Das Fell soll glänzend und von feiner, seidiger Textur sein. Gewünscht ist eine satte, goldene Tan-Farbe mit stahlblauem Rücken vom Nacken bis zur Schwanzspitze. Bei der Länge scheiden sich die Geister, aber es sollte den Yorkie nicht in seiner Bewegung einschränken.

Der Körperbau des Yorkshire Terrier ist kompakt, aber dennoch fein und elegant. Der Zwerg unter den Terriern ist gut proportioniert und hat eine aufrechte Haltung.

Sein Schädel ist klein und flach, er hat dunkle mittelgroße Augen und kleine hochangesetzte V-förmige Ohren. Der Fang soll nicht zu lang sein.

Die Gliedmaßen sind gerade und parallel. An den Vorderbeinen soll die tanfarbene Zeichnung maximal bis zu den Ellenbogen reichen, an den Hinterbeinen bis zu den Kniegelenken.

Pflege eines Yorkies

Das lange Fell muss regelmäßig gebürstet und manchmal auch geschnitten werden. „Yorkies“ haaren nur wenig, was sie für Allergiker interessant macht.

Yorkshire Terrier
Der Yorkie ist durch seine Größe ein idealer „Stadt-Hund“

Wie alt wird ein Yorkshire Terrier?

Mit 13-16 Jahren hat der Yorkshire Terrier eine sehr hohe Lebenserwartung. Dies bedeutet für Yorkie-Besitzer eine hoffentlich glückliche und spannende lange Zeit.

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Was kostet ein Yorkshire-Terrier-Welpe?

Mit ca. 800 Euro solltest du bei einem seriösen Züchter (und nur dort solltest du einen Yorkie kaufen!) rechnen, eine andere Alternative ist natürlich immer ein Hund aus dem Tierschutz, der eine zweite Chance verdient hätte.

Leider lässt die Begeisterung für den Mini Terrier auch viele unseriöse Züchter auf das schnelle Geld hoffen und diese Massenvermehrung hat gerade im gesundheitlichen aber auch im sozialen Bereich viele negative Folgen. Der Yorkie hat, wie auch der Westie, eine grundlegende Veranlagung für Allergien, Patella-Luxationen, Kieferfehlentwicklungen sowie chronische Bronchitis.

Yorkshire Terrier
Ein Yorkshire Terrier Welpe – wer kann diesem Zwerg widerstehen?

Auch der Zwerg unter den Terriern braucht Erziehung

Die Erziehung des Yorkshire Terriers wird oft unterschätzt. Auch wenn der kleine Hund putzig und zierlich aussieht, so steckt in ihm ein echter Terrier. Und ein Terrier will erzogen und geführt sein. Der Yorkie erfordert vom Welpenalter an Konsequenz, das kann schwerfallen, ist aber für ein angenehmes Miteinander unabdingbar. Obwohl er so klein ist, träumt er davon, die Rudelführung zu übernehmen, oft sind gerade kleine Hunde aggressiv, weil ihre Halter aufgrund der Größe auf eine ernsthafte Erziehung verzichten.

Fazit: Wenn Du Dich zu einem Yorkshire Terrier entschlossen hast und Dir einen lebhaften, munteren und charmanten Begleiter für die nächsten 15 Jahre wünschst, dann bist du beim Yorshire Terrier richtig, aber lass Dich nicht auf fadenscheinige „Billig-Yorkies“ ein! „Wer billig kauft, kauft teuer“, denn die Tierarztkosten übersteigen in den meisten Fällen den Kaufpreis um ein Vielfaches, von dem Leid auf beiden Seiten ganz zu schweigen. Zudem sollten schlechte Zuchtbedingungen nicht unterstützt werden.

Gerade in der Stadt ist der kleine Wirbelwind ideal zu halten, kann auch einfach mal in den Fahrradkorb gepackt oder auf den Arm genommen werden und kann dich so überall hin begleiten. Dennoch – er will und braucht seinen Auslauf, auch wenn er nicht der Langstreckenläufer ist.

Liebe Grüße

Susanne