Was genau macht eigentlich eine Tierheilpraktikerin?

Erst einmal viel lernen und sich nach der Prüfung laufend weiterbilden, denn nur so erarbeitet man sich ein fundiertes medizinisches Wissen. Nur wenn man weiß, worum es geht, ist man auch in der Lage, ein Tier zu behandeln und hier ist es erst einmal egal, ob dies schulmedizinisch oder alternativ geschehen soll.

Mir persönlich ist ein gutes Miteinander mit Tierärzten, evtl. Physiotherapeuten und nicht zuletzt dem Patientenbesitzer sehr wichtig!
Schulmedizin und Naturheilkunde soll sich ergänzen und nicht ausschließen! Manchmal bedarf es Antibiotika oder Cortison und auch einige Impfungen halte ich für unverzichtbar, allerdings sollte man genau abwägen, wann was nötig ist und hierzu muss man einfach wissen, was man tut.

Die Naturheilkunde ist ein großes Gebiet mit mehr oder weniger bekannten Verfahren. Homöopathie, Phytotherapie, Akupunktur, Aromatherapie, aber auch Mycotherapie, die Arbeit mit Blutegeln und viele weitere Bereiche gehören zu diesem Spektrum.

Genaue Infos hierzu findet ihr auf:http://www.tierheilpraxis-seuffert.de/Therapiemethoden/.

Wie läuft eine Behandlung genau ab? Wo liegen die Unterschiede?

Wenn ich zu einem neuen Patienten komme, steht erst einmal eine ausführliche Anamnese an, die durchaus mal zwei Stunden dauern kann. Im Unterschied zur Schulmedizin wird nicht die Krankheit unabhängig vom Organismus behandelt, sondern ich versuche rauszufinden, warum das Tier überhaupt krank geworden ist.
So sehr sich oft die Krankheitsbilder ähneln, so unterschiedlich sind meine einzelnen Patienten und ihre persönliche Geschichte.

Nehmen wir als Beispiel den Klassiker „Chronischer Durchfall“:

© Andrey Kuzmin – Fotolia.com

Durchfall kann unzählige Gründe haben und genau den einen gilt es zu finden: Eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit/Allergie oder eine Colitis ist ebenso möglich wie ein parasitärer Befall oder eine Aufnahmestörung von Nährstoffen (Maldigestion).
Oder ist vielleicht auch Stress die Ursache? Umzug, Familienzuwachs, der Verlust einer Bezugsperson oder des tierischen Partners? Das kann dann durchaus auch schon ein paar Monate zurückliegen und nur durch intensive Befragung kommt man hier weiter.

Nach dieser Anamnese mache ich dem Tierbesitzer einen Therapievorschlag und beantworte alle Fragen hierzu ausführlich. Während der Therapie bleiben wir eng in Kontakt (telefonisch oder per WhatsApp), um bei Veränderungen schnell reagieren zu können.

„Nur“ ein Medikament gegen Durchfall hilft zwar meistens schneller, aber nach kurzer Zeit geht das Drama von vorne los und irgendwann heißt es dann „Das ist wohl chronisch und lässt sich nicht ändern“ – genau hier versuche ich anzusetzen und den Organismus des Tieres wieder in Gleichklang zu bringen, auch wenn es in der Regel natürlich meistens etwas länger dauert.

Welche Ausbildung haben Tierheilpraktiker/Innen?

Die Antwort heißt (leider): Eine mehrjährige Ausbildung mit Abschluss beispielsweise an der ATM Akademie für Tiernaturheilkunde (hier habe ich meine Prüfung abgelegt) oder auch „keine“ – denn der Begriff Tierheilpraktiker/in ist gesetzlich nicht geschützt.

Deshalb kann ich nur jedem Patientenbesitzer raten, fragt hier genau nach, leider tummeln sich auch viele „selbsternannte Heiler“ in diesem Beruf. Ein Hinweis ist beispielsweise die Zugehörigkeit zu einem Verband, denn diese nehmen nur Tierheilpraktiker/Innen mit abgeschlossener Ausbildung und jährlichen Fortbildungen als aktive Mitglieder auf.

Ich selbst bin Mitglied im FNT – Fachverband Niedergelassener Tierheilpraktiker – hier kann man sich auch Kolleginnen und Kollegen aus der näheren Umgebung nennen lassen.

http://www.f-n-thp.de/

Wenn ihr weitere Fragen zu diesem wunderschönen Beruf habt, schreibt mir einfach, ich beantworte sie euch gern – oder besucht mich auf www.tierheilpraxis-seuffert.de.

Liebe Grüße

Susanne

 

 

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