Start Allgemein Maine Coon – die sanften Riesen

Maine Coon – die sanften Riesen

 Maine Coon – Gentle Giants –
die sanften Riesen

Maine Coons von den Glücksfellen

Die Maine Coon ist die derzeit beliebteste Katzenrasse in Europa und zählt wie die Norweger und die Sibirische Katze zu den Waldkatzen. Ihre Beliebtheit hat seinen Grund: Sie ist gesellig, verschmust, anhänglich, verträgt sich auch mit anderen Tieren gut und nicht zuletzt: Sie ist dank ihrer Größe von bis zu 40 cm Schulterhöhe und ihrem Gewicht von bis zu 12 Kg eine imposante Erscheinung.

HerkunftUSA
GewichtKätzin 4,5 – 7 kg
Kater 6-12 kg
FarbenDie Maine Coon ist eine sogenannte Naturrasse, daher sind alle Farben erlaubt, die auch bei Hauskatzen vorkommen
KörperbauRobust, mittelschwer, groß bis sehr groß, muskulös, lang gestreckt, breiter Brustkorb
GesundheitNeigung zu Nieren-, Gelenk- und Herzproblemen (Hüftgelenksdysplasie und HCM)
BesonderheitenDie größte Hauskatzenrasse, als ausgesprochene Spätentwickler gelten die Tiere erst mit 3-4 Jahren als ausgewachsen.

 

Maine Coon
Mein Coonie Kater Falco vom Zeitzgrund

Charakter der Maine Coon

Temperamentvoll und gelassen, unabhängig und anhänglich – das bringt die unkomplizierte Maine Coon auf den Punkt. Coonies, wie sie liebevoll genannt werden, lieben Gesellschaft und sollten nicht einzeln gehalten werden. Ihr verspieltes und gutmütiges Wesen machen sie zum idealen Familienmitglied, sie kommen mit Kindern, Hunden und auch anderen Tieren in der Regel gut klar und sind anhänglich und treu. Das hat ihnen auch den Beinamen „Hundekatze“ oder in den USA „Gentle Giant“ beschert.

Eine besondere Vorliebe haben die meisten Maine Coons für Wasser, egal ob es der Trinkbrunnen, das Wasserbecken oder im Sommer auch das Planschbecken ist, die Maine Coon hält sich mit Begeisterung am und oft auch im Wasser auf.

Coonies sind zudem sehr intelligent und möchten gefordert und gefördert werden, bevor ihnen selbst eine Beschäftigung einfällt, die mit den Wünschen des Besitzers nicht immer im Einklang steht. Clickertraining, Fummelbretter und andere Herausforderungen wird sie mit Begeisterung meistern.

Maine Coons arbeiten auch gerne mit ihren Pfoten. Sie öffnen ohne Probleme Türen und Wasserhähne und nehmen auch das Futter gern mit der Pfote aus dem Napf, um es dann zu fressen. Auch Apportierspiele lieben sie und haben hier eine enorme Ausdauer.

Für ihre stattliche Größe haben sie ein eher zartes Stimmchen, es ist eher ein Gurren statt ein Miauen – dennoch gelingt es ihnen nahezu immer, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, da sie untereinander und auch gegenüber uns Menschen sehr gesprächig sind.

Maine Coon
Apportieren liegt den meisten Coonies im Blut

Herkunft und Legenden

Geographisch liegt der Ursprung im amerikanischen Bundesstaat Maine, an der Grenze zu Kanada. Sie war eine gewöhnliche Hauskatze, die üblicherweise zum Mäusefangen gehalten wurde. Um das Jahr 1000 brachte bereits Captain Coon und seine Wikinger auf ihren Schiffen die ersten Katzen mit nach Nordamerika, diese gelten als Vorfahren der Waldkatzen. Es wird vermutet, dass sowohl die langhaarige russische Steppenkatze als auch verschiedene Angorakatzen sowie „normale“ Hauskatzen im Erbgut der Maine Coon zu finden sind. Die harten Winter im Nordosten sorgten für eine natürliche Auslese und es entstand eine „wetterfeste Katze“ mit leicht öligem, gut isoliertem Fell.

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Stammt die Maine Coon vom Waschbär ab?

Amelie von den Glücksfellen
Amelie von den Glücksfellen

Die Legende besagt, dass die Maine Coon eine Kreuzung aus Hauskatze und Waschbär (engl. racoon) sei. Die Ähnlichkeit im Körperbau und dem wuscheligen Schwanz unterstützt diese These – aber es wird dennoch immer eine Legende bleiben, da die Kreuzung der beiden Tierarten rein biologisch nicht möglich ist.

Aber ein bisschen Aberglaube ist doch auch schön und wird der (optisch) wilden Maine Coon durchaus gerecht.

Vermultich ist der Name eine Zusammensetzung des Bundesstaates „Maine“ und des Captain „Coon“, der sie erstmalig nach Nordamerika und dann Europa brachte.

 

Aussehen der Maine Coon

StaturKräftig, groß, die „XXL-Version unter den Katzen“
KopfIm Verhältnis zum Körper eher klein
Nasenlinie mit deutlichem Stopp
Hohe Wangenknochen
Gebogene Stirn
AugenWeit auseinanderstehend
Groß und leicht oval stehend
Farben klar
OhrenHoch angesetzt mit Pinseln
KörperStarker Knochenbau mit breiter Brust
Lange, gestreckte Figur
Feste Muskulatur
FellHalblanges und dichtes Deckhaar
Etwas strähnig und wasserabweisend
Unterfell mäßig
An Kopf, Schultern und Beinen eher kurz
SchwanzAm Ansatz breit, dichte und lange Behaarung

 

Coonies haben einen kräftigen Knochenbau und sind sehr muskulös. Ihr Körper ist lang mit einem im Verhältnis dazu eher kleinen Kopf. Hier legt man Wert auf hochangesetzte Wangenknochen, ein kräftiges Kinn, ovale, schräg gestellte Augen und hochangesetzte große Ohren mit Luchspinseln. Der Schwanz ist buschig und ebenso lang wie der Körper.

Das Fell der Maine Coon

Die Maine Coon zählt zu den Halblanghaar-Katzen, ihr Fell ist sehr dicht, wetterfest mit fester Unterwolle. Beeindruckend ist die auffällige Halskrause. Im Winter ist die Haarpracht gerade bei Freigängern noch deutlich üppiger. Auffallend sind auch die Fellbüschel zwischen den Zehen, die ein Einsinken der Katze im Schnee verhindern sollen und natürlich die charakteristischen Pinsel auf den Ohren.

Das Fell ist dennoch aufgrund der Beschaffenheit relativ pflegeleicht, Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel.

Wie hoch kann eine Maine Coon springen?

Coonies haben einen relativ hohen Bewegungsdrang, sie können bis zu 1,80 Meter hoch springen und bis zu 3 Meter weit springen. Das solltest du bei der Absicherung im Garten berücksichtigen, sonst schaut dich dein Tiger schnell von außen an.

Kratzbaum für Maine Coons

Bei der Wahl des Kratzbaumes solltest du auf ein robustes Modell aus Vollholz zurückgreifen, denn nur dann wird er dem Gewicht der ausgewachsenen Tiere auch standhalten. Ich selbst habe die Modelle von Pet Fun und bekomme hier 10 % Rabatt, die ich gern an euch weitergebe.

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Krankheiten der Maine Coon

Die Maine Coon ist die größte und schwerste aller Hauskatzenrassen, was ihr leider auch Probleme am Bewegungsapparat, im muskulären Bereich sowie am Herzen und an den Nieren einbringen kann.
Ein verantwortungsvoller Züchter ist sich dieser Probleme bewusst und nimmt Tiere, die diese Veranlagungen haben aus der Zucht. Auf die Veranlagung zu diesen Krankheiten kann man Zuchttiere testen lassen und sollte das auch tun!

  • Hypertrophe Kardiomyopathie

Bei der Hypertrophe Kardiomyopathie, auch HCM genannt, handelt es sich um eine angeborene Erkrankung des Herzens. Betroffene Tiere leiden unter Atemnot (meist unter Belastung) sowie unter oft lebensbedrohlichenHerzrhytmusstörrungen. „Von außen“ wirden diese Katzen gesund, sterben dann aber häufig am plötzlichen Herztod. Eine Katze mit HCM kann bei rechtzeitiger Behandlung dennoch ein gutes Alter erreichen, daher sollte man sein Tier auch ohne Verdacht darauf untersuchen lassen.

  • Hüftgelenkdysplasie, Ellenbogendysplasie und Patellaluxation

Aufgrund ihrer Größe ist die Maine Coon leider sehr anfällig für Probleme am Bewegungsapparat. Gerade bei besonders schnellem Wachstum sind die Tiere gefährdet, deshalb sollte man Kitten auch nicht „überfüttern“.

Gehäuft treten Hüftgelenkdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED) und Patellaluxation auf. Eine vorsorgliche Röntgenuntersuchung der Hüften und Gelenke kann hier helfen, um die Coonie rechtzeitig zu unterstützen. Hier gibt es gerade im alternativmedizinischen Bereicht ganz tolle Möglichkeiten. Die häufigste allopathische Therapie erfolgt über die Verabreichung von Antiphlogistika (Entzündungshemmer), die die Entwicklung von Arthrosen verzögern und Schmerzen lindern können, leider oft mit unschönen Nebenwirkungen.

  • Spinale Muskelatrophie

Bei der spinalen Muskelatrophie (SMA) handelt es sich um eine Erkrankung der Nervenzellen, die zu Lähmungserscheinungen führen kann. Auch diese Krankheit kann durch einen Gentest festgestellt werden. Unbehandelt führt die SMA zu Muskelatrophie, Muskelschwäche und einer damit verbundenen verkürzten Lebensdauer.

  • Polyzystische Nierenerkrankung

Im Verlauf einer polyzystischen Nierenerkrankung (PKD) schränken Zysten in den Nieren die Funktion dieser Organe immer weiter ein. Auch wenn die PKD in der Regel eher langsam verläuft und medikamentös eingestellt werden kann, endet sie meist tödlich. Auch für diese Krankheit gibt es einen Gentest, der ursprünglich für Perserkatzen und Perserabkömmlinge entwickelt wurde, aber auch für Maine Coons zugelassen ist. Allerdings ist eine regelmäßige Ultraschalluntersuchung immer noch das Optimum, um rechtzeitig gegensteuern zu können, bevor das Bild klinisch wird.

Eine wunderschöne black-tabby Maine Coon
Eine wunderschöne black-tabby Maine Coon

Wie alt wird eine Maine Coon

Da die sanften Riesen zu einer sehr „naturbelassenen“ Rasse zählen, können sie ähnlich wie unsere Hauskatzen im Durchschnitt 15 Jahre alt werden. Voraussetzung hierfür ist eine gesunde Herkunft und natürlich eine artgerechte Haltung.

Es muss nicht die XXL Maine Coon sein, diese Größe bezahlt sie leider allzu oft mit gesundheitlichen Problemen, die natürlich auch die Lebenserwartung verringern.

Ernährung der Maine Coons

Auch wenn es sich um eine „ganz normale Katze“ handelt, lieben die meisten Maine Coons Rohfleisch. Wichtig ist, dass du auf das Gewicht deiner Katze achtest, denn gerade die Probleme im Bewegungsapparat werden durch Übergewicht massiv verstärkt.

Coonies sind Spätentwickler

Die sanften Riesen sind übrigens echte Spätentwickler. Bis aus so einem putzigen Kitten eine „richtige“ Maine Coon wird, können bis zu drei Jahre vergehen. Das betrifft nicht nur die Optik, sondern auch den Charakter.

Maine Coon Zucht und ihre Züchter

Gerade die große Beliebtheit dieser Rasse hat auch ihre Schattenseiten, denn wo Geld verdient werden kann, sind die unseriösen Züchter meist nicht weit. Die klassischen Vermehrer unterliegen keinerlei Kontrollen durch Vereine und bieten meist auch keine genetischen Untersuchungen ihrer Tiere an. Oft werden die Kitten dann auch noch viel zu früh von ihrer Mutter getrennt. Optimal ist gerade bei dieser Rasse eine Trennung nicht vor der 14 Lebenswoche.

  • Wie findet man den richtigen Züchter

Hier ein paar Punkte, die zwar keine Garantie dafür geben, aber dennoch eine Richtlinie bieten:

  • Ein seriöser Zücher ist Mitglied in einem anerkannten Verein und alle (Zucht-)tiere und Kitten haben einen Stammbaum
  • Sind Besuche beim Züchter willkommen?
  • Wie geht der Züchter mit seinen Tieren um und wie leben sie dort?
  • Sind die Katzen eher ängstlich oder neugierig und verspielt?
  • Wieviele Tiere und Würfe hat der Züchter?
  • Mit welchem Alter werden sie abgegeben?
  • Kannst du alle Tiere sehen?
  • Wie sieht es mit den Vorsorgeuntersuchungen und Gentests der Elterntiere aus? Verlange hier alle Unterlagen in Kopie.
    • HCM Ultraschall
    • PKD Ultraschall
    • HD Röntgen
    • PL Patella Luxation
    • HCM Gen (kann beim Ultraschall entfallen)
    • SMA Gentest
    • PK Gentest (kann beim Ultraschall entfallen)
  • Wie werden die Deckkater gehalten? Das ist ein sehr wichtiger Punkt, da du hier schnell erkennen kannst, ob auch die schwierige Deckkaterhaltung mit Liebe vollzogen wird.
  • Wie sauber ist es? Riecht es stark nach Katze?
  • Will der Züchter den Platz für sein Baby kontrollieren oder lässt er es mit der Bezahlung gut sein?

Verlasse dich auf dein Bauchgefühl und recherchiere etwas im Internet, auch auf Ausstellungen kann man relativ schnell feststellen, ob es dem Züchter nur um Pokale geht oder ob man aus Liebe zum Tier vielleicht doch eher mal die Samtpfote im Käfig lässt und Interessenten auf eine Tasse Kaffee zu sich nach Hause einlädt.

Was kostet eine Maine Coon

Ein Kitten kostet meist zwischen 500 und 800 Euro und wenn ein Züchter alle Gesundheitsvorsorgen macht, sind damit gerade die Kosten für seine Tiere und alle Untersuchungen gedeckt.

Wenn Kitten ohne Grund deutlich günstiger angeboten werden, solltest du hellhörig werden.

Auch in diesem Fall gilt: Billig gekauft kann teuer werden, denn die Tierarztkosten für ein krankes Tier übersteigen das „eingesparte“ Geld meist um ein Vielfaches, von den Tränen und der Angst möchte ich an dieser Stelle gar nicht reden.

Maine Coon Hilfe

Dennoch gibt es immer mal Fälle, wo für eine Coonie ein neues Zuhause gesucht werden muss, weil die Lebensumstände es einfach erfordern. Hier kann ich dir die Maine Coon Hilfe empfehlen.

Maine Coon black-silver-tabby-white
Maine Coon black-silver-tabby-white, meine Lucie

Fazit: Wenn Du Dir eine Schmusekatze mit eigenem Willen wünschst, Du für mindestens zwei der sanften Riesen Platz hast und vielleicht über einen Garten oder zumindest einen gesicherten Balkon verfügst, dann wird Dir diese Rasse viel Freude bereiten.
Achte beim Kauf auf eine gesunde Linie und lass Dir vom Züchter Deiner Wahl die Untersuchungsergebnisse der Elterntiere zeigen, dann wirst du an dieser Rasse deine wahre Freude haben.

Ich selbst würde meine Coonies gegen nichts auf der Welt eintauschen wollen! Wenn Du mehr dazu wissen möchtest, schau doch mal auf www.gluecks-felle.de.

Alles Liebe

Susanne