Budapest: Prachtbauten & Ruinenbars

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Budapest begrüßt uns mit Temperaturen um die 40 Grad – heiß war es wirklich die ganze Woche! Aber das sollte uns nicht aufhalten. Buda und Pest, geteilt durch die wunderschöne Donau, halten für uns jede Menge Abenteuer bereit. Prachtvolle Architektur, versteckte Ruinenbars, geschichtsträchtige Bäder und Ausblicke, die man so schnell nicht vergisst.

Geheimtipps Budapest: Die historische Straßenbahn Linie 2 & kaiserliche Bahnen

Die Metro-Linie 1 ist weltberühmt als älteste U-Bahn Europas. Kaiser Franz Joseph I. höchstpersönlich hat diese Bahn 1896 eingeweiht, für Kaiserin Sisi gab es an den Bahnhöfen der Stadt sogar kaiserliche Wartezimmer.

Aber ganz ehrlich: Wer will unter der Erde in der Metro sitzen, wenn das schönste Panorama direkt vor dem Fenster liegt? Mein Geheimtipp: Die Straßenbahnlinie 2 zeigt Budapest von seiner schönsten Seite. Die National Geographic hat sie sogar zu einer der Top-Straßenbahnlinien weltweit gekürt. Sie schlängelt sich direkt am Pest-Ufer entlang, vorbei am imposanten Parlamentsgebäude und immer mit direktem Blick auf die majestätische Budaer Burg auf der anderen Flussseite. Ganz ohne teure Hop-on-Hop-off-Busse schuckelt man hier gemütlich und mit bestem Fahrtwind durch das Herz der Stadt.

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Sightseeing: Mit der Linie 2 durch Pest.

Stadtrundfahrt mal anders: Mit Franz im Tuk-Tuk durch die Straßen

Ein ganz besonderes Highlight war unsere Stadtrundfahrt mit Franz Feiertag / Tuk Tuk Taxi. Als Local betreibt seine Touren mit unglaublich viel Herzblut, da er lange in Deutschland gelebt hat, spricht er zudem perfektes Deutsch. Franz kennt wirklich jeden Winkel seiner Stadt, natürlich auch das beste Cafe und unzählige Insider-Tipps und Anekdoten, wie die von Freddy Mercury, dem das Parlamentsgebäude so gut gefallen hat, dass er es gleich kaufen wollte. Während wir über das ungarische Kopfsteinpflaster rattern, erzählt er uns von der bewegten Geschichte Budapests und zeigt uns seine ganz persönlichen Lieblingsplätze.

Diese Tour war durch den Fahrtwind nicht nur unglaublich angenehm bei der Hitze, sondern auch der perfekte und sehr charmante Einstieg in das Budapester Nachtleben und die Geschichte der Stadt!

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Mit Franz, dem Inhaber von Tuk Tuk Taxis auf Tour: Geschichte und Insiderwissen mit Humor erzählt.

Budaer Burgberg & Gellértberg: Atemberaubende Ausblicke über die Donau

Auf der hügeligen Buda-Seite wartet das historische Herz der Stadt. Die Fischerbastei beeindruckt uns mit ihren weißen, märchenhaften Türmchen und Treppen. Die Architektur ist absolut majestätisch, und der Blick hinüber zum Parlament auf der anderen Flussseite ist einfach gigantisch – der perfekte Ort für unvergessliche Fotos! Wer noch höher hinaus will, erklimmt noch den Gellértberg. Der Aufstieg bringt uns zwar ordentlich ins Schwitzen, aber oben angekommen wird man mit dem spektakulärsten Blick über die gesamte Stadt belohnt.

Margitsziget – die grüne Oase mitten in der Donau

Ein perfekter Ort, um der Hitze zu entkommen: Die Margareteninsel lädt zu entspannten Momenten mit vielen schattigen Plätzen ein.

Mein besonderes Highlight ist die Fontänen-Show jeden Abend, pünktlich um 21 Uhr: Wasser, Licht und Musik werden zu einer magischen Kulisse – und das sogar kostenlos. Legt euch auf die Wiese oder lasst die Füße im Brunnenwasser baumeln, genießt und staunt – ein unglaubliches Schauspiel aus Licht, Wasser und Musik.

Ein kurzer Spaziergang oder auch eine entspannte Fahrt mit der Straßenbahn (Linie 4-6) zur Insel, perfekt als Abschluss eines Budapester Tages.

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Kostenlose Show mit Musik, Licht & Wasser: Jeden Abend pünktlich um 21 Uhr auf der Margareteninsel.

Budapest Streetart & Kultur: Ruinenbars im jüdischen Viertel

Die Streetart- und Kulturszene Budapests ist ein echtes Freiluft-Museum – und nirgends erlebt man sie so authentisch wie im jüdischen Viertel in den berühmten Ruinenbars. Aus verlassenen Altbauten und Innenhöfen wurde hier ein kreatives Paradies geschaffen. Überall trifft man auf farbenfrohe Graffitis, skurrile Kunstwerke, bunte Lampions und Vintage-Läden.

Die berühmteste Ruin-Bar ist die Szimpla Kert. Es ist ein wilder, faszinierender Mix aus Galerie und Kneipe, der humorvoll, aber auch politisch und einfach unfassbar gemütlich ist. Bei einem kühlen Getränk kommt man sofort mit Locals und anderen Reisenden ins Plaudern.

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Ruinenbars im jüdischen Viertel – ein absolutes Muss für jeden Besucher.

Gänsehaut in der Staatsoper: Kultur pur bei La Traviata

Ein Abend der absoluten Extraklasse wartete in der Ungarischen Staatsoper auf uns. Allein das Gebäude ist von innen ein neorenaissancehafter Traum aus Gold, Marmor und riesigen Kronleuchtern. Wir hatten das große Glück, Tickets für Verdis La Traviata zu ergattern. Tipp: An der Abendkasse gibt es oft noch Resttickets für die Veranstaltung am gleichen Abend.

Das Bäder-Dilemma: Trubel im Széchenyi vs. Geheimtipp Lukács-Bad

Natürlich wollten wir auch das weltberühmte Széchenyi-Heilbad sehen. Der riesige, leuchtend gelbe Palast im Stadtwäldchen beherbergt eines der größten Thermalbäder Europas und die Postkartenmotive mit den älteren Herren, die im Wasser auf schwimmenden Brettern tiefenentspannt Schach spielen, sind Kult. Allerdings ist es dort auch gnadenlos überfüllt und darauf hatten wir gerade bei der Hitze keine Lust.

Zum Glück hatten wir ja Franz Feiertag! Er gab uns den genialen Insider-Tipp, stattdessen das traditionsreiche Lukács-Bad anzusteuern. Hier ging es deutlich ruhiger und entspannter zu. Ein echtes Badeparadies abseits der großen Touristenströme, um die Seele baumeln zu lassen.

 Die Große Markthalle: Ein monumentaler Prachtbau

Ein weiterer Punkt auf unserer Liste war die Große Markthalle. Das Gebäude selbst ist von außen wie von innen ein absoluter Traum aus der Jahrhundertwende mit einer riesigen Stahlkonstruktion und bunten Ziegeln.

Leider muss man aber dazusagen: Mittlerweile ist das Ganze eher eine Touristenangelegenheit. Während man im Erdgeschoss noch Paprikapulver, Salami und frisches Obst und Gemüse bestaunen kann, reiht sich im Obergeschoss ein Souvenirstand an den nächsten und das Essen ist unverhältnismäßig teuer. Gesehen haben sollte man diesen Prachtbau aber definitiv!

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Die Markthalle in Budapest aus der Hand von Samu Pecz (1894–1897), gekrönt von einem großen Stahlgewölbedach.

Traumhafter Abschluss dieser Woche: Prosecco Cruise auf der Donau

Um die Stadt zum Ausklang noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben, haben wir über die Mahart Cruiseshttps://mahartpassnave.hu/en eine Prosecco Cruise auf der Donau gebucht. Mit einem Glas eiskalten Prosecco in der Hand gleiten wir über die Donau, während die Sonne langsam hinter dem Burgberg versinkt.

Wenn in der Dämmerung dann die Scheinwerfer der Stadt angehen und das Parlament und die Kettenbrücke in goldenem Licht erstrahlen, vergisst man die Hitze des Tages sofort. Ein absolut magischer Moment, den ich jedem nur ans Herz legen kann! Tipp: Nicht vor 20.45 Uhr starten, damit es wirklich dunkel wird und die Lichter strahlen.

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Ein gelungener Abschied auf der Donau, mit einem Glas Prosecco in der Hand genießen wir die Aussicht.

Ausflugstipp Szentendre: Ein malerisches Kleinod vor den Toren der Stadt

Wer mal ein paar Stunden raus aus der Großstadt möchte, dem empfehle ich einen Ausflug nach Szentendre. Dieses wunderschöne, kunterbunte Künstlerstädtchen liegt nur etwa 30 Minuten außerhalb von Budapest direkt an der Donau und verzaubert mit mediterranem Flair, Kopfsteinpflaster und kleinen Galerien. Man erreicht es ganz unkompliziert mit der Vorortbahn HÉV (Linie H5) ab dem Bahnhof Batthyány tér.

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Szentendre, malerische Künstlerstadt am Ufer der Donau, verzaubert mit pastellfarbenen Häusern, engen Gassen, belebten Plätzen und vielen kleinen Läden.

Unterwegs in Budapest

Für die Fahrt innerhalb der Stadtgrenzen lohnt sich das reguläre BKK-Monatsticket – es kostet aktuell 9.450 HUF (umgerechnet ca. 24 EUR). Die Budapest-Monatskarte gilt für Straßenbahn, Bus, U-Bahn sowie Vorortzüge innerhalb der Stadtgrenzen – inklusive ist die Fahrt zum Flughafen mit dem 200E (Achtung: Der 100E ist kostenpflichtig).

Am einfachsten geht’s digital über die BudapestGO App, alternativ an Metrostationen oder den violetten BKK-Automaten. Es gibt auch Mehrtageskarten, aber für eine Woche war das Monatsticket die günstigste Option. Für Fahrten außerhalb unbedingt vorab am Automaten eine zusätzliche Ergänzungskarte lösen. Es wird in den Zügen wirklich streng kontrolliert! Von Budapest nach Szentendre beispielsweise braucht man jeweils hin und zurück eine 15 km Karte, umgerechnet knapp 2 Euro.

Kulinarische Highlights: Langos, Chimney Cake & ungarisches Gulasch

Das traditionelle Gulasch ist herrlich deftig und schmeckt nach viel Paprika  – zur Not auch bei 40 Grad im Schatten! Wer es bei der Hitze dennoch lieber etwas erfrischender mag, sollte unbedingt Meggyleves probieren – eine kalte, süß-säuerliche Sauerkirschsuppe.

Mein Favorit: Der klassische Lángos (frittierter Hefeteigfladen mit unterschiedlichen Belägen) und dann zum Dessert oder einfach mal so der Chimney Cake (Baumstriezel). Tipp: An den Ständen in der Metro bekommt man noch den originalen Chimney Cake ohne Touristenaufschlag.

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Chimney Cake ist ein traditionelles Teiggebäck, das über heißem Feuer auf einem Drehstab gebacken, in Zucker karamellisiert und warm serviert wird.

Danke an die VHS Olching

Ein herzliches Dankeschön geht wieder an das Erasmus-Programm unserer VHS in Olching, das uns diese unvergessliche Reise im Rahmen einer Fortbildung ermöglicht hat. Die Kombination aus intensivem Lernen und dem Entdecken dieser faszinierenden, geschichtsträchtigen Stadt an der Donau war trotz der Hitzewelle einfach perfekt. Danke dafür!

Alles Liebe,

Susanne

 

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Das Parlamentsgebäude in Budapest ist eines der Wahrzeichen der Stadt.