Chihuahua

Chihuahua

 

Herkunft Mexiko
Größe 16 – 20 cm – Idealgewicht: 1,5 – 3 kg
Farben Alle Farben und Farbkombinationen sind zugelassen, außer Merle
FCI-Nummer 218
Gesundheit Knochenbrüche, Patellaluxation, Herzerkrankungen, Zuckerkrankheit, Krampfleiden, Zahnfehlstellungen
Besonderheiten  Die kleinste Hunderasse der Welt, aber auch eine der ältesten

Charakter

Als kleinster Rassehund der Welt ist sich dieser mutige Kerl seiner Körpergröße nicht immer bewusst und handelt sich gern Ärger mit größeren Exemplaren ein. Hier solltest Du gut auf ihn aufpassen und ihn notfalls einfach hochnehmen. Auch wenn der Protest sicher nicht lange auf sich warten lässt.

Aber eigentlich ist dieser Hundezwerg ein verschmuster und anhänglicher Freund, wenn er Dich erst einmal in sein kleines Herz geschlossen hat.

Lass Dich aber dennoch nicht von den Kulleraugen täuschen, der Chihuahua hat durchaus Temperament und ist auch gern ein bißchen eigenwillig und anspruchsvoll.

Es ist die Rasse der Prinzessinen und das gilt auch für ihn selbst!

Die langhaarige Variante ist meist etwas einfacher zu erziehen, der kurzhaarige Chihuahua kann Dich durchaus ein paar Nerven mehr kosten und ist meist nicht ganz so sanft wie sein langhaariger Bruder. Dennoch sind beide ideale Familienhunde, sie brauchen nicht so viel Auslauf und eignen sich daher auch gut für ältere Menschen.
Da der Chihuahua oft auch aufs Katzenklo geht, sparen sich viele Besitzer allerdings das regelmäßige Gassigehen. Hier sollte man aber bitte nicht vergessen, der Chihuahua ist immer noch ein Hund und möchte gern als solcher behandelt werden und da gehört ein täglicher ausgedehnter Spaziergang dazu.
Ja! – er darf auch auf seinen eigenen Beinen laufen, das macht er sogar ausgesprochen gerne und mit einer für seine Größe beachtlichen Ausdauer.

Geschichte

Der Chihuahua soll der heilige Hund des voraztekischen Stammes der Tolteken gewesen sein. Leider verehrten ihn später auch die Atzteken sehr – sie glaubten, dass er mit seinen großen Augen seinen Besitzerinnen den direkten Weg ins Paradies zeigen könne. Für den Chihuahua war mit dem Tod seiner Prinzessin auch sein eigenes Leben zu Ende, er wurde zusammen mit ihr verbrannt.

In den 60er Jahren stellten Forscher allerdings die Vermutung an, dass die Chihuahuas über Ägypten nach Malta und dann weiter nach Europa gekommen sind. Gerade in England waren die Chihuahuas sehr beliebt. Allerdings überlebten viele die Überfahrt und das kalte Wetter nicht sehr lange. Dazu kam auch noch der Leitspruch: „Je kleiner, umso teurer“ und ein ausgeprägtes Loch in der Fontanelle war ausdrücklich gewünscht. Mit diesen Ansprüchen hatten die kleinen Energiebündel nicht die besten Voraussetzungen für ein langes und gesundes Leben. Glücklicherweise ist heute maximal ein winziges Loch in der Fontanelle erlaubt, was der Gesundheit der Rasse sehr zu Gute kommt. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dann der erste langhaarige Chihuahua registriert und 1923 gab es erstmals einen verbindlichen Standard.

Pflege

Der Pflegeaufwand ist relativ gering, der Langhaar Chihuahua muss natürlich zwischendurch gebürstet werden, aber das ist in den meisten Fällen ganz selbstverständlich. Im Winter sollte man ihm auch ein Mäntelchen gönnen, da er aufgrund seiner Winzigkeit oft friert. Haarspangen, Bikinis, Glitzerpullis und andere Accessoires braucht er dagegen nicht zwingend.

Du solltest nicht vergessen, dass der Chihuahua ein Hund ist, seine Beine bis zum Boden reichen und er das Leben draußen nicht nur aus der Handtasche kennen sollte.

Besonderheiten

Leider bezahlt der Chihuahua für seine Größe (allen voran natürlich die Teacup-Variante, die aber auch zur Zucht nicht zugelassen ist) oft einen hohen Preis. Sein Knochen- und Knorpelgerüst ist vielfach nicht sehr stabil und das bringt viele gesundheitliche Risiken mit sich. Wie beispielsweise die Altlanto-Axiale Instabilität: Der zweite Halswirbel (Axis) hat an seiner Vorderkante einen Zapfen, der in den Atlas hineinreicht. Dieser Zapfen ist wie bei uns Menschen auch zum Drehen des Kopfes nötig. Bei vielen Toy-Rassen ist diese Gelenkverbindung instabil und kann zu großen Problemen führen. Auch der Knorpelring um die Augen ist eine Schwachstelle. Hier kannst Du mit der Zufütterung von Grünlippmuschel-Präparaten im ersten Lebensjahr viel für die Gesundheit Deines Lieblings tun.

Fazit: Dieser kleine Hundezwerg hat sich schon viele Herzen erobert und die Begeisterung hält weiter an. Passt er doch in jede Wohnung, ist vom Unterhalt her günstig und geht sogar aufs Katzenklo. Wenn Du Dir der gesundheitlichen Risiken bewusst bist und hier rechtzeitig gegensteuerst -auf eine geschlossene Fontanelle achten, Grünlippmuschel zufüttern, für Muskulaufbau sorgen-, ist der Chihuahua ein robustes kleines Kerlchen und Du wirst sicher viel Freude mit ihm haben.

Liebe Grüße

Susanne

 

 

 

 

 

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Susanne
„Wer sein Hobby zum Beruf macht, braucht nie mehr zu arbeiten“ (Konfuzius) – Als Tierheilpraktikerin konnte ich mir diesen Traum erfüllen und meine Begeisterung für Naturheilkunde mit meiner Liebe zu Tieren verbinden. Dieses Glück möchte ich hier im Blog mit euch teilen.