Französische Bulldogge – ein sympathischer kleiner Schmusehund

 Die Französische Bulldogge, von seinen Fans „Bully“ genannt

Die fröhlichen Französischen Bulldoggen wickeln mit ihrem Charme und großem Schmuse-Bedürfnis schnell jeden Hundefreund um die Pfote.

Gestatten, Bully – mein Name!
HerkunftFrankreich
Größebis 35 cm
FarbenGleichmäßiges Fauve, gestromt oder nicht gesromt mit oder ohne Scheckung und Maske, auch gestromtes oder nicht gestromtes Fauve mit mittlerer bis hoher Scheckung
FCI-Nummer101
GesundheitAtemprobleme, Augenleiden, Hitzeempfindlichkeit, oft Deck- und Geburtsprobleme
BesonderheitenIntelligenter, verschmuster Familienhund mit gesundheitlichen Problemen

 

Wer kann diesem Blick der kleinen Französischen Bulldogge widerstehen?

Charakter der Französchen Bulldogge

Bullys sind unkomplizierte Frohnaturen: Sie sind klug, freundlich, verschmust und (relativ) leicht zu erziehen. Meist kommen sie gut mit anderen Vierbeinern zurecht, sind verspielt und aufmerksam. Zudem sind sie kinderlieb und haben keinen Jagdtrieb, weswegen sie meist gut mit im Haushalt lebenden Samtpfoten auskommen.

Die Französische Bulldogge ist ein aufgeweckter, verschmuster und liebenswürdiger Familienhund. Sie liebt „ihren Menschen“ abgöttisch, am liebsten ist sie überall dabei, schläft im Büro unter dem Schreibtisch, liegt mit auf dem Sofa und natürlich auch im Bett. Sie bellt kaum und ist in der Regel leicht zu erziehen. Wenn sich die kleine Schwester des „grossen Bulldogs“ allerdings ungerecht behandelt oder fast noch schlimmer: nicht genug beachtet fühlt, dann ist sie trotzig und beleidigt.
Allerdings gewinnt ihr positives Naturell schnell wieder die Überhand, lange beleidigt ist sie selten.

Der Bully – ein Stadthund?

Auch in einer kleinen Stadtwohnung kann man sie gut halten, allerdings sollte man nicht vergessen, dass sie bei allem Liebreiz dennoch ein Hund ist, der gerne draußen rumtollt und ausgedehnte Spaziergänge liebt.

Ihr Charakter in Kombination mit der Größe machen die charismatische Französische Bulldogge zu einem sehr beliebten Stadthund.

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Französische Bulldogge

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Gewicht und Größe

Eine Französische Bulldogge ist mit 11 bis 13 Monaten ausgewachsen. Ein Rüde wird 27 bis 35 cm groß und 9 bis 14 kg schwer. Eine Hündin misst bei einem Gewicht von 8 bis 13 kg 24 bis 32 cm  .

Wieviel Bewegung braucht eine Französische Bulldogge?

Aufgrund ihrer mehr oder weniger stark ausgeprägten Kurzatmigkeit kann es bei allzu anstrengenden Spaziergängen oder Wanderungen zu Problemen kommen. Allerdings ist der Bully grundsätzlich ein lebenslustiger und bewegungsfreudiger Hund, wenn es seine Gesundheit erlaubt, spielt er gern ausgelassen mit anderen Hunden oder seiner Familie.

Französische Bulldoggen wollen beschäftigt werden!

Erziehung und Beschäftigung

Auch die Französische Bulldogge ist eine Dogge und kann manchmal ganz schön stur sein. Daher ist eine klare Linie bei dieser Rasse ein Muss – dann ist die Erziehung allerdings ein Leichtes. Sei also konsequent und lass dich vom Charme nicht um die Pfote wickeln, erlaube dem Welpen nur, was er später auch darf, sonst könnte es schwierig werden.

Auch wenn Bullys selbst bei Langweile kaum das Sofa zerlegen, wollen sie beschäftigt werden. Einfache Tricks oder auch Clickertraining fordern den Kopf des kleinen Hundes mehr als seine Ausdauer und das macht ihm sichtlich Spaß. Auch in der Hundeschule freut er sich meist über Kontakt zu anderen Hunden mit denen er spielen kann.

Der französische Bully mit seinen Fledermausohren und der starken Mimik wirkt zwar sehr menschlich, aber ist und bleibt ein muskulöser und agiler kleiner Hund.

Herkunft und Geschichte der Französischen Bulldogge

Die Bouledogue francais ist eine relativ junge Rasse. Obwohl sie zwar wie alle Doggen auf eine lange Ahnenreihe zurückblicken kann, wurde sie erst Mitte des 19. Jahrhunderts gezielt gezüchtet.

Vermutlich wurden Englische Bulldogs mit Zwerg-Griffons und Terriern gekreuzt, allerdings gibt es auch Experten, die überzeugt sind, dass grundsätzlich nur schwache und kleinwüchsige Bulldoggen für die Zucht in Frage kamen, was die massiven gesundheitlichen Probleme der Rasse erklären würde.

Bereits 1898 gab es einen ersten Rassestandard, der berühmte Stammvater der Rasse war der Rüde „Loupi“, der in fast allen Stammbäumen auftaucht. In den darauffolgenden Jahren eroberten die Bullys mit ihrem kindlichen Aussehen und dem sympathischen Charakter den europäischen Adel. Auch in den USA kam es später zu einem Boom der „Fledermausohren-Hunde“. Genau diese Fledermausohren haben den Bullys dort auch den Spitznamen „Batpigs“, Fledermausschweinchen, eingebracht.

Der Rassestandard wurde im Jahre 2012 noch einmal rigaros überarbeitet, um die Probleme durch die viel zu kurze Nase und die extremen Hautfalten zu minimieren. Diese Entwicklung war ein wichtiger Schritt für die Gesundheit dieser Rasse.

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Rassetypische Krankheiten der Französischen Bulldoggen

So unkompliziert die Bullys vom Wesen her sind, bei der Gesundheit zeigen sich leider einige Probleme. Aufgrund der kurzen Kopfform (Brachycephalie) neigen die Französischen Bulldoggen, wie auch die Möpse zu Atemproblemen und manchmal auch zum Schnarchen. Bei Welpen ist das anfangs vielleicht noch „süß“, bei der erwachsenen Bulldogge kann es wirklich nervig werden.

Desweiteren gehören Nickhautvorfälle zu den rassetypischen Problemen der Bullys, auch wenn das bei Bedarf operativ korrigiert werden kann. Insgesamt neigt diese Rasse zu Augenproblemen, weshalb man sie auch vor Zugluft oder Klimaanlagen schützen sollte.

Bullys kommen mit zu hohen Temperaturen schlecht zurecht, dies solltest du bei Spazierrunden im Sommer berücksichtigen.

Wichtig für Züchter: Aufgrund der Anatomie sind natürliche Geburten bei Bullys kaum möglich: Der Kopf ist im Verhältnis zum Becken schlicht zu groß.

französische Bulldogge
Französische Bulldogge in ihrem Element

Wie alt werden Französische Bulldoggen?

Bullys werden durchschnittlich 9 bis 11 Jahre alt, dies ist für eine so kleine Rasse leider unüblich.

Welpen und Züchter

Gerade aufgrund der gesundheitlichen Probleme ist es wichtig, beim Welpenkauf genau auf die Auswahl des Züchters zu achten.

Die Nachfrage bestimmt Angebot und Preis und da die Französische Bulldogge zum Modehund geworden ist, gibt es leider auch viele „Vermehrer“, die weniger der Rasse zuliebe züchten, sondern vor allem Interesse am schnellem Geldverdienen haben.

Ein Bully aus einer seriösen Zucht mit Papieren und einer guten Gesundheitsvorsorge kostet zwischen 800 und 2000 Euro, je nach Herkunftsnachweis. Ein verantwortungsvoller Züchter ist auch im Nachhinein für dich da, gehört einem Verein an und gibt seine Welpen nur mit Gesundheitszeugnis und Papieren ab.

Auch wenn du selbst nicht züchten oder ausstellen möchtest, sollten du ausschließlich Hunde mit Papieren kaufen, denn Züchter, die einem Verein angehören, müssen Zuchttauglichkeitsprüfungen mit ihren Vierbeinern bestehen, bevor diese für die Zucht zugelassen werden. Ein kompetenter Züchter ist der beste Schutz vor genetisch bedingten Krankheiten.

Schnäppchen-Bullys
Probleme bei der Fortpflanzung machen vielen Züchtern das Leben schwer – leider gibt es aber gerade bei dieser schwierig zu züchtenden Rasse viele gewissenlose Vermehrer, die das Leben der Hundinnen und Welpen bewusst in Gefahr bringen und nur auf Profit aus sind. Wer das nicht fördern möchte, sollte von „Schnäppchen-Bullys“ Abstand nehmen.

Bedenke: Je kritischer der Züchter dich unter „die Lupe nimmt“, umso mehr liegt ihm das Wohl seiner Tiere am Herzen!

Pflege von Bullys

Die Französische Bulldogge ist vom Fell her ein ausgesprochen pflegeleichter Hund. Allerdings muss aus gesundheitlicher Sicht oft einiges getan werden, wie beispielsweise Inhalieren bei Atemwegsproblemen oder auch Spülen des Nasen-Tränen-Kanals. Zudem sollte Französische Bulldoggen keine Treppen steigen müssen, um ihre etwas schwachen Gelenke nicht zusätzlich zu strapazieren.

Ein ausgewachsener Bully-Rüde.

Promis und ihre Bullys

Die Französische Bulldogge ist auch bei Promis sehr beliebt, wie man an den folgenden Beispielen sehen kann:

Von US-Schauspieler Hugh Jackman gibt es zahlreiche Bilder mit seinen beiden Französischen Bulldoggen Dali und Peaches. Auch Sängerin Madonna ist dem Charme der Vierbeiner erlegen und nennt eine Bully-Dame namens Gypsy Rosa Lee ihr eigen. Eine französische Bulldogge namens Hobbs hat auch Dwayne The Rock Johnson. Django, heißt der Bully von Leonardo DiCaprio. Diese Liste könnte man durchaus noch fortführen.

Fazit: Gerade bei dieser Rasse gilt der Spruch „Wer billig kauft, kauft teuer“, da die Tierarztkosten bei vermeintlich billig gekauften Tieren schnell zu teuer werden und der kleine Bully mit dem Kindchengesicht manchmal schnell im Tierheim landet. Das hat der Zwerg sicher nicht verdient! Wenn Du aber auf eine gesunde Linie aus einer seriösen Zucht achtest, dein Herz einem Welpen mit Nase schenkst und auf ein normales Gebiss Wert legst, wirst Du mit einem zuckersüßen kleinen Hund belohnt, der dem Kindchenschema am Ende doch wieder gerecht wird.

Liebe Grüße

Susanne