FIP – Feline Infektiöse Peritonitis

FIP –
Feline Infektiöse Peritonitis

FIP – die feline infektiöse Peritonitis heißt übersetzt „Bauchwassersucht bei Katzen“. Die tödliche Infektionskrankheit wird durch eine Mutation des Felinen Coronavirus ausgelöst.
ABER: Nur wenige Katzen, die Corona-positiv sind, erkranken im Laufe ihres Lebens an FIP.

Wie kann sich eine Katze mit FIP anstecken oder infizieren?

Infizierte Tiere scheiden über den Speichel und andere Körperflüssigkeiten das eigentlich harmlose Coronavirus aus. Andere Katzen infizieren sich über Maul oder Nase und bekommen meist nur etwas Durchfall, da sich das Virus im Dünndarm festsetzt.

FIP
So friedlich geht es im Mehrkatzenhaushalt nicht immer zu und Stress fördert die Virusmutation.

Symptome von FIP

Ähnlich wie bei  FeLV und FIV ist es auch bei der Felinen infektiösen Peritonitis leider so, dass es anfangs kaum typische Symptome gibt. Das macht die Diagnose schwierig, immer wiederkehrendes Fieber, aber auch Inappetenz, Lethargie, Gewichtsverlust, Durchfall, verzögertes Wachstum, Ikterus (Gelbsucht), Anämie (Blutarmut), aber auch Ergüsse in Körperhöhlen, massiven Lymphadenopathien (vergrößerte Lymphknoten) können auf FIP hinweisen. Ebenso kann es zu neurologischen Problemen sowie Augensymptomen kommen, meist denkt man auch hier erst im Laufe der Behandlung an die Feline Infektiöse Peritonitis.

Zudem kann das FIP Virus im Gegensatz zu FIV und FeLV über eine Blutuntersuchung nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Allerdings kann der Tierarzt anhand mehrerer Parameter hier eine 99%ige Diagnose stellen:

  • das sogenannte FIP-screening
    • geriatrisches Blutbild mit A/G-Quotient
    • Elektrophorese
    • Differentialblutbild
    • Coronatiter (Eine Katze ohne Coronatiter kann nicht an FIP erkranken
  • Ultraschalluntersuchung und Röntgen
  • Punktion der Bauchhöhle und Untersuchung des Ergusses bzw. Gewebe (RealPCR, bakteriologische, zytologische Untersuchung sowie Immunfluoreszenz bzw. Immunhistochemie).

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Trockene FIP und Feuchte FIP

Es gibt zwei verschiedene Formen der Felinen Infektiösen Peritonitis, die trockene und die feuchte Form, wobei es auch zu Mischformen aus beiden Varianten kommen kann.

Feuchte FIP

Die feuchte Form ist die deutlich häufigere Variante, sie zeigt sich in den Körperhöhlen der Tiere, meist in der Bauchhöhle (Aszites) bzw. manchmal auch im Brustkorb. Es kommt zu Entzündungen und zu massiven Flüssigkeitsansammlungen in den betroffenen Körperhöhlen. Eine feuchte FIP wird in aller Regel schneller erkannt, da ein Aszites oder eine Dyspnoe (Atemproblematik) seltener unbemerkt bleiben.

Trockene FIP

Die trockene Form dagegen ist wesentlich schwieriger zu erkennen, da unterschiedlichste Organe betroffen sein können. Die meisten Auffälligkeiten werden aber auch hier in der Bauchhöhle gefunden. Es kommt zu knötchenförmigen Ansammlungen der s.g. Fresszellen, die aufgrund ihrer Größe oft auch mit Tumoren verwechselt werden.

Weitere Formen der FIP

  • Okuläre Form – zeigt sich durch Farbveränderung, Blutungen, Gefäßerweiterungen im Auge
  • Neurologische Form – hier kommt es zu unterschiedlichsten neurologischen Symptomen, sehr oft Ataxien (Störungen im Bewegungsablauf), aber auch epilepte Anfallsformen, Blindheit und Verhaltensauffälligkeiten)
  • Dermatologische Form – erhabene Papeln an den Vordergliedmaßen, am Hals und am Brustkorb, allerdings ohne Juckreiz

Diese drei Formen zählen aber im Grunde alle zur trockenen FIP und sind Begleitformen, die die Diagnosestellung erleichtern können.

Gerade Jungtiere sind leider oft von der gefährlichen Mutation des Corona-Virus zu FIP betroffen.

„Erkrankt“ jede corona-positive Katze an FIP?

Definitiv NEIN! Die relativ harmlose Infektion mit dem felinen Coronavirus machen mindestens 2/3 der Katzen im Laufe ihres Lebens durch. Hier kommt es, wenn überhaupt, zu leichten Durchfällen, die Tiere erholen sich meist schnell ohne weitere Behandlung.

Man geht von 2-5 % der corona-positiven Katzen aus, die von der Mutation des Virus betroffen sind. Dies geschieht meist unter Stress oder bei einer Immunsupression, d.h. bei einem stark geschwächten Immunsystem, was ja auch wieder Stress für das Tier bedeutet.

Auch wenn man Stress für unsere Stubentiger nicht immer verhindern kann, sollte man in besonderen Situationen immer auf ein stabiles Immunsystem achten:

  • Umzug
  • Ein Baby kommt zur Welt
  • Verlust des Partners (Mensch oder Tier)
  • Katzenpensionen
  • Besitzerwechsel
  • große Tierbestände
  • …..

Ansteckungsgefahr für Mensch und Tier

Da das Coronavirus im Körper des betroffenen Tieres mutiert und dieses veränderte FIP-Virus nicht ausgeschieden wird, sondern immer nur das „eigentliche Coronavirus“, ist von einer Ansteckungsgefahr nicht auszugehen.

Zudem ist FIP eine reine Katzenkrankheit, wir Menschen sind hier in keiner Weise gefährdet.

Schulmedizinische Behandlungsmöglichkeiten einer FIP Infektion bei Katzen

Leider gibt es bisher ähnlich wie bei einer FeLV Infektion und einer FIV-Infektion keine derzeit offiziell zugelassene Therapiemöglichkeit, es ist auch hier „nur“ die Behandlung der klinischen Symptome im Rahmen der zugelassenen Medikationen möglich. Unbedingt sollte auf eine gesunde Ernährung und das Vermeiden von weiteren Infektionen aller Art geachtet werden.

Gibt es wirklich keine Chance? Doch – und die heißt GS441524!

Diese relativ neue Behandlungsvariante ist in Deutschland bisher offiziell nicht zugelassen, aber verspricht wirklich viel.

Ich bin mit solchen Aussagen sonst sehr vorsichtig, habe aber im eigenen Freundeskreis gesehen, wie das Mittel wirkt bzw. wirken kann und bin daher definitiv dafür, es zu versuchen. Die Katze meiner Freundin ist mittlerweile wieder wohlauf.

Der Wirkstoff Wirkstoff GS441524 (CureFip) wurde eigentlich für Menschen zur Behandlung gefährlicher Viruskrankheiten entwickelt. Die Tiere bekommen über drei Monate täglich eine Injektion. Besorgen müssen es sich die Tierbesitzer selbst, da die Tierärzte es nicht abgeben dürfen, aber hier lassen sich durchaus Möglichkeiten finden.

Selbst die LMU München verweist mittlerweile auf eine Studie aus den USA, die Erfolge bei der Behandlung von FIP zeigt und plant zudem eine eigene Studie zu veranlassen.

Das Behandlungsverbot gilt nur für Tierärzte, nicht für Tierbesitzer…und das ist derzeit auch der Weg, den Tieren die Behandlung zukommen zu lassen.

Im Internet gibt es eine Community, die von der Pharmafirma „betreut“ wird, die sich das Mittel hat patentieren lassen. Da es bisher aber nur eine einzige Studie gibt, ist GS441524 in Deutschland nicht als offizielles Medikament gegen FIP zugelassen.

Tierärzte können sogar ihre Zulassung verlieren, wenn sie das Medikament abgeben, allerdings dürfen sie die Behandlung „medizinisch begleiten“, um bei Problemen im Rahmen der Verträglichkeit dem Tierbesitzer zur Seite zu stehen. Wenn ein Besitzer GS441524 anwendet, ist das nicht illegal.

Auch die FIPfree Facebook Gruppe empfiehlt, genauso wie Prof. Katrin Hartmann von der LMU, ausdrücklich die Behandlung mit GS441524, nur unter Aufsicht eines Tierarztes und rät ganz klar davon ab, ohne tiermedizinische Betreuung mit GS441524 (CureFip) zu behandeln. Besitzer einer erkrankten Katze können sich jederzeit gerne mit ihren Fragen an die Facebook Gruppe wenden.

Die Zulassung von GS441524 (CureFip) wird noch dauern

Dr. Hartmann plant der Presse nach in Kürze selbst eine Studie anmelden, damit GS441524 möglichst bald legal zur Behandlung von FIP eingesetzt werden kann. Das kann aber, so schätzt die Tierärztin, noch ein paar Jahre dauern. Bis dahin bleibt betroffenen Tierbesitzern nur der Weg, sich selbst um die Behndlung zu kümmern – auch ohne die Zulassung.

Homöopathie und andere Alternativen bei FIP

In Kombination mit GS441524 kann man bei FIP mit alternativen Behandlungsmöglichkeiten den Verlauf bei guten Allgemeinbefinden oft günstig beeinflussen und das Tier stabilisieren bzw. manchmal sogar heilen.

Telefonberatung
Gern kannst du eine Telefonberatung bei mir buchen und wir sprechen die Möglichkeiten auch in Kombination mit GS441524 gemeinsam durch, eine kurze Erstberatung ist kostenfrei!

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei FIP?

Bisher ist die einzige – nicht zugelassene – Behandlungsmethode mit einer gewissen Erfolgsaussicht der Wirkstoff GS441524. Ansonsten verläuft die Krankheit immer tödlich und das kann in Abhängigkeit von den Allgemeinsymptomen leider relativ schnell passieren.

Impfung gegen FIP?

Es gibt auf dem Markt einen Impfstoff gegen FIP, der aber aufgrund der Effektivität und auch der möglichen Nebenwirkungen nicht zu empfehlen ist.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ein Tier sich bereits mit dem (harmlosen!) Coronavirus infiziert ist, denn dann ist die Impfung definitiv kontraindiziert.

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Vorsorge gegen die Virusmutation

Ein möglichst stressfreies Leben ist die beste Vorsorge, um gesund zu bleiben und das gilt nicht nur, aber ganz besonders für die gefürchtete Feline Infektiöse Peritonitis.

Liebe Grüße

Susanne