Wildlebende Katzen brauchen im Winter unsere Hilfe!

Das Streunerleben ist gerade im Winter hart!

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Während unsere Stubentiger die eisigen Tage gern im kuscheligen Katzenbett verbringen und bestens versorgt durch den Tag schlummern, haben es die Streuner deutlich schwerer.

In Deutschland gibt es über zwei Millionen wild lebende Katzen, die täglich ums Überleben kämpfen. Im Winter ist das Leben auf der Straße noch härter als sonst. Dabei sind wir Menschen an dem Elend nicht unschuldig, die meisten Streuner stammen von Bauernhofkatzen ab oder waren mal „ach so süße Katzenbabies“, die dann doch keiner brauchen konnte. Auch unkastrierte, freilaufende Kater tragen ihren Teil dazu bei.

Die scheuen Tiere sind meist nachts unterwegs und suchen sich ihr Futter hier und da zusammen. Deshalb bleibt ihr Leid meist unbemerkt und die Dunkelziffer kennt niemand.

Wie kannst du den Katzen durch den Winter helfen?

  • streuner_winterWasser
    Wasser ist lebenswichtig und leider bei dauernden Minusgraden schwer verfügbar. Daher Wasserschüsseln auf eine Heizplatte oder Wärmequelle stellen, damit das Wasser nicht gefriert. Auch die Thermoschalen, die man beispielsweise zum Warmhalten von Babynahrung verwendet, leisten hier gute Dienste.
  • Futter
    Im Gegensatz zu unseren Wohnungskatzen erhöht sich der Energiebedarf einer wildlebenden Katze im Winter deutlich, da sie schon für den Erhalt ihrer Körpertemperatur mehr Kalorien verbrennen muss. Gerade ich der kalten Jahreszeit sind die natürlichen Futterquellen wie beispielsweise Mäuse, deutlich schwerer zu finden. Deshalb brauchen die Tiere unsere Unterstützung. Auch hier ist es wichtig, sicherzustellen, dass das Futter nicht einfriert.
  • Unterschlupf
    Streunerhütten und Katzenhäuser bieten den Tieren Schutz vor eisigen Temperaturen. Styroporkisten (regensicher aufgestellt oder mit Plastik überzogen) oder selbst gebaute Holzhütten können Leben retten.
  • Alte Decken eignen sich nicht zur Ausstattung der Häuser und Styroporkisten, da sie bei Nässe gefrieren und dem Tier u.U. gesundheitlichen Schaden zufügen können. Hier besser Stroh verwenden, weil es die Feuchtigkeit absorbieren kann.
    Eine detaillierte Anleitung zum Eigenbau einer Streunerhütte findest du unter www.katzeninfo.com.

Wichtig ist, die Unterkünfte regelmäßig zu kontrollieren, um zu vermeiden, dass die Feuchtigkeit ins Innere eindringt. Spezielle Wärmekissen sind für die armen Tiere fast schon Luxus und eine tolle Investition in den Tierschutz.

ABER: Die Hilfe und Unterstützung muss regelmäßig kommen. Die Tiere gewöhnen sich an Futter- und Zufluchtsstellen und sollten sich dieser auch sicher sein dürfen.

Wie kannst du Freigänger und Streuner unterscheiden?

Meist genügt ein genauer Blick auf den Tiger, um den Unterschied zu erkennen:

  • Eine wohlgenährte Katze mit glänzendem Fell ist in aller Regel ein gut versorgter Freigänger.
  • Ein unterernährtes Tier, das zutraulich ist, kann durchaus auch ein Fundtier sein, das deine Hilfe braucht. Ein Tierarzt, oft auch die Polizei kann prüfen, ob die Katze gechipt ist und den Kontakt zu seinen Besitzern herstellen.
  • Echte Streuner sind in den allermeisten Fällen scheu und meiden den Kontakt zu uns Menschen, sofern es irgendwie möglich ist.

streuner_winterIm besten Fall können die wilden Katzen an den Futterstellen irgendwann eingefangen, kastriert und nach einer Untersuchung durch den Tierarzt wieder in die Freiheit entlassen werden. Hier hilft jeder örtliche Tierschutzverein. Nur so kann man das Leid der Streunerkatzen auf Dauer eindämmen.

Ich würde mich freuen, wenn bei aller Liebe, die wir unseren Sofatigern schenken, auch ein bisschen was für ihre wildlebenden Verwandten übrig wäre.

Es ist wie so oft, nicht jeder bekommt die gleiche Chance im Leben und hier kannst du bereits mit einer kleinen Unterstützung viel bewirken.

Liebe Grüße

Susanne

 

 

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