FeLV (Felines Leukämie-Virus) – „Katzenleukose“

FeLV – FIP – FIV –
für Katzenbesitzer der Alptraum schlechthin

Dennoch fehlt es oft an seriöser Aufklärung ohne Panikmache. Deshalb möchte ich dir gern die Krankheiten selbst erklären, die Übertragungswege aufzeigen und natürlich auch auf Behandlungsmöglichkeiten, Prognosen und Ansteckungsgefahren eingehen.

FeLV
Jungtiere sind leider besonders gefährdet, da ihr Immunsystem noch nicht stabil genug ist.

FeLV – die sogenannte Katzenleukose

Wie kann sich eine Katze mit FeLV anstecken oder infizieren?

Das FeLV Virus wird von Katze zu Katze übertragen und zwar meist durch Beschnuppern, Putzen oder Belecken. Da das Virus durch den Speichel übertragen wird, können auch gemeinsame Wasser- und Futterplätze, Bissverletzungen oder infizierter Urin und Kot zur Gefahr werden. Auch bei der Paarung ist eine Übertragung des FeLV Virus sehr wahrscheinlich.

Symptome von FeLV – Felines Leukämie Virus

Typisch für FeLV ist leider, dass es keine typischen Symptome gibt. Das gilt im Übrigen auch für FIP und FIV und macht die Diagnosen so schwierig.

Allerdings kann das FeLV Virus wie im Übrigen auch das FIV-Virus über eine Blutuntersuchung zweifelsfrei nachgewiesen werden. Daher ist bei andauernden oder immer wiederkehrenden unspezifischen Symptomen wie Fieber, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Haut- oder Verdauungsproblemen unbedingt ein großes Blutbild zu empfehlen.

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Erkrankt jede positiv getestete Katze an Leukose?

Definitiv nein! Bei etwas 50 % der infizierten Katzen ist das Immunsystem in der Lage, das Virus zu eliminieren. Weitere 30-35 % der infizierten Katzen tragen das Virus zwar in sich, erkranken aber nicht daran. Das macht es leider auch so gefährlich, da sie gesund erscheinen, das FeLV Virus aber ausscheiden und andere Katzen infizieren können.

Bei 10-15 % der betroffenen Katzen kommt es zu einer andauernden Schwächung des Immunsystems, was Blutarmut, wiederkehrende Infektionen, neurale Probleme (Nervenerkrankungen) und durch das Virus selbst ausgelöste Tumorbildungen zur Folgen haben kann.

Katzenleukose
Auch FeLv-positive Katzen können noch viele glückliche Jahre vor sich haben.

Schulmedizinische Behandlungsmöglichkeiten einer FeLV Infektion bei Katzen

Leider gibt es bisher keine Therapiemöglichkeit, es ist nur die Behandlung der klinischen Symptome möglich. Zudem sollte das Immunsystem stabil gehalten und unterstützt werden. Im Gegensatz zu Katzenaids (FIV), hier wäre das Pushen des Immunsystems kontraproduktiv, da sich beim Immunschwächevirus das Immunsystem gegen den eigenen Körper wendet. Mehr dazu findest du bald im Artikel FIV-Katzenaids.

Homöopathie und andere alternative Behandlungsmöglichkeiten bei FeLV

Gerade bei diesem Krankheitsbild kann man mit alternativen Behandlungsmöglichkeiten den Verlauf bei guten Allgemeinbefinden oft günstig beeinflussen.

Als Tierheilpraktikerin würde ich hier in erster Linie auf Vitalpilze und Homöopathie setzen und habe hier auch schon einige Verläufe positiv beeinflussen können. Eine Heilung ist aber auch so nicht möglich!

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Wie hoch ist die Lebenserwartung bei FeLV?

Eine „gesunde“ FeLV-positive Katze noch viele Jahre gut und glücklich leben. Solange das Virus nicht ausbricht und das Immunsystem angreift.

Wie kann ich eine Ansteckung der Katzen untereinander verhindern?

Leider gar nicht, da das Virus über den Speichel übertragen wird. Eine positiv getestete Katze sollte nur in Einzelhaltung oder in einem Mehrkatzenhaushalt mit anderen FeLV-positiven Tieren leben. Auch Freigang ist tabu.

Da Einzelhaltung in den allermeisten Fällen nicht artgerecht ist, würde ich definitiv zu einer zweiten positiven Katzen raten, Tierheime und Tierschutzorganisationen sind dankbar, wenn auch diese Tiere eine zweite Chance auf ein paar glückliche Jahre bekommen.

Auch eine FeLV-geimpfte Katze sollte nicht andauernd dem Virus ausgesetzt sein, daher ist auch das keine Option. Die Impfung ist zwar hilfreich, aber hier dennoch kein 100%iger Schutz.

Impfung gegen FeLV?

Bei Katzenwelpen und jungen Tieren kann diese Impfung durchaus sinnvoll sein, wenn sie selbst Freigang haben oder auch mit Freigängern in Kontakt kommen. Kommt ein älteres Tier ungeimpft zu dir, würde ich FeLV nicht mehr impfen, weil die körpereigene Abwehr bei erwachsenen Tieren in den allermeisten Fällen ausreicht.

Wohnungskatzen würde ich definitiv nicht gegen Leukose impfen, da mir die Gefahr eines Fibrosarkoms zu groß wäre, Freigänger und Zuchttiere haben natürlich ein deutlich höheres Risiko an FeLv zu erkranken.

Leukoseimpfung und Fibrosarkom – gibt es da einen Zusammenhang

Bereits Anfang der neunziger Jahre gab es erste Hinweise, dass Impfungen die Entstehung von bösartigen Fibrosarkomen begünstigen. Studien aus USA (diese wurden allerdings mit dem Tollwutimpfstoff gemacht) zeigten, dass nach dieser (damals) Pflichtimpfung die Anzahl der Fibrosarkome um über 60 % angestiegen ist. Die Tumore sind zudem in den meisten Fällen nahe der Einstichregion entstanden.

Impfungen gegen Tollwut und das feline Leukosevirus stehen in besonderem Verdacht diese Tumore auszulösen. Totimpfstoffe bilden hier ein größeres Risiko als Lebendimpfstoffe, verantwortlich scheinen die in Totimpfstoffen enthaltenen Hilfsstoffe zu sein, die am Ort der Impfung eine chronische Entzündung auslösen können.

Fibrosarkom
Fibrosarkome entstehen meist an den typischen Injektionsstellen und verlaufen in den allermeisten Fällen leider tödlich.

Lebenserwartung einer FeLV positiven Katze

Das hängt ganz vom Verlauf ab und ob die Katze nur „stiller Träger“ oder selbst erkrankt ist. Zudem ist eine gute Allgemeinkonstitution wichtig, denn hast du eine Möglichkeit, den Ausbruch der Krankheit zu verhindern, bei manchen ehemals positiven Tieren ist das Virus nach fünf Jahren nicht mehr nachweisbar. Daher kann ich dir hier keine grundsätzliche Antwort geben.

Vorsorge gegen eine Infektion mit dem FeLV Virus

Ganz klar: Von FeLV Ausscheidern fernhalten und einen Neuzugang vor dem Einzug in einen Mehrkatzenhaushalt auf FeLV testen lassen.

Liebe Grüße

Susanne