Das große Krabbeln im Wohnzimmer?

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Wo überwintern Zecken, Flöhe, Milben & Co?

Leider oft bei uns zuhause!

Teppiche, Kissen, Sofaspalten oder auch hinter Steckdosen und unter Dielenbretten, die Plagegeister machen es sich leider in unseren geheizten Räumen gern gemütlich.

Wie kannst du vorbeugen?

  • milbenWaschen

Hundedecken und Katzenkissen von Freigängern sollten einmal pro Woche möglichst bei 60 Grad in die Waschmaschine. So kannst du adulte Krabbeltiere, aber auch Eier und Larven zuverlässig eliminieren.

Die meisten Parasiten sind aber auch bei Kälte unter -18 Grad chancenlos, also Schaffelle und empfindlichere Decken in eine Plastiktüte stecken und für 48 Stunden ab in die Gefriertruhe.

  • Staubsaugen

Puppen, Eier und Larven bleiben im Fell nicht richtig hängen und werden von unseren Tieren so im ganzen Haus verteilt, hier leistet der Staubsauger gute Dienste. Je nach Tierart dauern die Entwicklungsstadien vom Ei zum Tier zwei bis vier Wochen.
Bei kuscheligen 22 Grad entsteht aus einem Ei in guten drei Wochen ein Floh. Daher ist es ratsam, regelmäßig gründlich zu saugen.
Auch mit dem Kot ausgeschiedene Wurmeier, die evtl. mit Kot verteilt wurden, werden so unschädlich gemacht.
Wichtig: Den Beutel gerade bei Befall anschließend sofort entsorgen.

  • Kämme & Bürsten reinigen

Eigentlich logisch und dennoch oft vernachlässigt: schmuddelige Bürsten sind wahre Parasitenbehausungen. Diese überleben je nach Art bis zu vier Wochen. Da sie mit bloßem Auge nicht immer zu erkennen sind, sollten auch Kämme und Bürsten einmal pro Woche gründlich gereinigt werden. Bei akutem Befall müssen sie nach jedem Bürsten mit einem Antiparasitikum behandelt werden.

  • Spielzeug, Kauartikel und Hundepullover

Auch hier gilt: Regelmäßige Reinigung bzw Austausch von Kauartikel ist Pflicht. Waschmaschine, Geschirrspüler oder Gefrierschrank, je nach Material. Ein Sonderfall sind allerdings Giardien, sie sind kälteresistent.

  • Futternäpfe, Wasserschüsseln und Trinkbrunnen

zeckenMindestens einmal pro Woche sollten Näpfe, Schüsseln und Trinkbrunnen bei mindestens 65 Grad in den Geschirrspüler. Zwischendurch reicht es aus, sie mit heißem Wasser auszuspülen.

Gerade Trinkbrunnen sind leider oft wahre „Dreckschleudern“, hier bitte unbedingt auf ein geschirrspülertaugliches Modell achten.

Giardien fühlen sich in feuchtem Milieu besonders wohl und hier reichen einige Zysten, um sich erneut anzustecken. Bei Giardienbefall ist neben einer medizinischen (auch alternativmedizinischen) Behandlung Sauberkeit oberstes Gebot, tägliches Reinigen mit heißem Wasser ist hier Pflicht.

  • Katzenklo

Einmal pro Woche müssen die Toiletten gründlich mit heißem Wasser ausgewaschen und die Streu getauscht werden. Bei nachgewiesenem Befall täglich. Hier empfehle ich auf billige Einstreu zurückzugreifen, da der Wechsel sonst schnell ins Geld gehen kann.

  • Untersetzer, Gießkannen und andere Wasserstellen

Auch hier tummeln sich gern Giardien, daher entweder unzugänglich machen oder regelmäßig wie die Wasserschüsseln reinigen

  • Wischen, Dampfen, Desinfizieren

Viele Reinigungsmittel, wie beispielsweise Sagrotan enthalten den Wirkstoff Benzalkoniumchlorid. Dieser ist für unsere Haustiere giftig, daher dürfen diese Mittel nur mit Vorsicht angewendet werden. Lies dazu auch diesen Artikel.

katzenflohViel praktischer und ungefährlicher ist hier ein Dampfreiniger. Glatte Flächen, aber auch Polster, Kratzbäume und andere Gegenstände lassen sich abdampfen und ab 60 Grad haben auch Giardien und deren Zysten keine Chance mehr. Gute Dampfreiniger bekommt man ab ca. 100 Euro, dafür spart man sich die Ausgaben für Reinigungsmittel und schont zudem die Umwelt.

Wenn du diese Ratschläge beherzigst, minimierst du die Gefahr, ein „Parasiten-Hotel“ zu werden, ganz massiv. Jetzt noch etwas Beobachtungsgabe und ihr könnt euch chemische Keulen sparen.

Anzeichen für Parasitenbefall

  • Wirkt das Fell stumpf?
  • Kratzt sich dein Vierbeiner mehr als sonst?
  • Entdeckst du kleine rote Punkte auf der Haut?
  • Fahren die Tiere „Schlitten“?
  • Sieht der Kot normal aus oder regt sich da was?

All diese Punkte sollten dich hellhörig werden lassen. Je früher du einen Befall erkennst, umso schneller kannst du reagieren.

Ob dein Tier Flöhe hat, kannst du im Übrigen ganz leicht selbst feststellen:

  • flöheKämme das Fell gründlich durch
  • Achte hier besonders auf Stellen, die durch Juckreiz auffallen
  • Streiche den Kamm auf einem tropfnassen weißen Küchenpapier aus
  • Wenn sich die Krümel in rostrote Flecken zersetzen, ist es Flohkot. Flöhe leben von Blut und genau dieses ist im Flohkot enthalten.
  • Wenn es einfach schwarze Krümel bleiben, dann ist es nur Schmutz und alles ist gut.

Ich wünsche dir und deinen Vierbeinern einen entspannten Frühling

Liebe Grüße

Susanne

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Susanne
„Wer sein Hobby zum Beruf macht, braucht nie mehr zu arbeiten“ (Konfuzius) – Als Tierheilpraktikerin konnte ich mir diesen Traum erfüllen und meine Begeisterung für Naturheilkunde mit meiner Liebe zu Tieren verbinden. Dieses Glück möchte ich hier im Blog mit euch teilen.